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Ellwangen im Mittelalter

Ellwangen in der frühen Neuzeit

Quellennachweis


 

 

 

 

 

 

 




Unterschrift Martin Luthers

Unterschrift Martin Luthers

 

 




























Bauernkrieg

Ausschnitt aus einem Flugblatt zum Bauernkrieg



























Petrus Canisius

Der Jesuit Petrus Canisius war ein guter Freund des Kardinals, Bischofs und Fürstpropstes Otto von Waldburg



























Pestkranke Frau

Im Jahre 1625 starben viele Ellwanger an der Pest
























Schlacht bei Nördlingen

In der Schlacht bei Nördlingen beendete das Kaiserliche Heer die Herrschaft der Schweden in Süddeutschland



















Marienwallfahrtskirche

Fürstpropst Johann Christoph IV. gelobte im Angesicht der Brandgefahr den
Bau einer Marien-walfahrtskirche auf dem Schönenberg


















Musikschule

Das mehrere 100 Jahre alte Gebäude in dem heute eine Musikschule untergebracht ist, wurde füher als Wohnhaus und dann als Rathaus genutzt

Stadt und Fürstpropstei Ellwangen in der frühen Neuzeit

Der große Brand des Jahres 1443, der das Kloster mit Kreuzgang zerstörte, löste den Rest klösterlicher Ordnung, den die adeligen Mönche bis dahin noch wahrten, vollends auf. Schließlich wandelte der Papst während der Amtszeit von Abt Johann II. von Hürnheim im Jahr 1460 das Kloster in ein Chorherrenstift um.

Das Stiftskapitel setzte sich aus zwölf Stiftsherren zusammen. Die letzten Mönche waren nun die ersten Stiftsherren. Neun Stiftsherren waren Adelige; die restlichen drei konnten den fehlenden Adelstitel durch das Doktorprädikat ersetzen. Dazu kamen zehn Chorvikare zur Besorgung des Gottesdienstes. Die Stiftsherren brauchten nicht mehr im Kloster zu leben, sondern konnten Häuser in der Stadt beziehen. An der Spitze des reichsunmittelbaren Chorherrenstifts stand der Fürstpropst. Er war gleichzeitig auch Stadtherr der Stadt Ellwangen.

Die Übergangszeit vom Mittelalter zur Neuzeit wurde in Ellwangen durch den Fürstpropst Albrecht von Rechberg geprägt. In seiner Regierungszeit besserte sich die wirtschaftliche Lage der geistlichen Stiftung Ellwangen. Er konnte zudem noch Geld für mehrere, die Stadt bis heute prägende Bauwerke aufbringen. Die Stiftskirche wurde ausgebessert, die abgebrannten Klostergebäude wurden wiederhergestellt, die Liebfrauenkapelle wurde gebaut, die Wolfgangskirche wurde gebaut. Das Spital wurde vom Klosterbereich in die Stadt verlegt. Die Straße in der es gebaut wurde bekam den Namen Spitalstraße.

Albrecht von Rechberg konnte eine Einbindung des Abteigebiets in den Herrschaftsbereich des Grafen von Württemberg in seiner Regierungszeit nicht nur verhindern. Es gelang ihm sogar die Stellung der Propstei als selbständiges geistliches Fürstentum zu festigen.

Fürstpropst Albrecht von Rechberg starb im Jahre 1502 im Alter von 57 Jahren. Gemäß dem damaligen Zeitgeist wurde Albrecht von Rechberg während seiner 40 jährigen Regierungszeit nie zum Priester geweiht. Er lebte im Konkubinat und hatte zwei Söhne.
 
1517, das Jahr in dem Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg genagelt haben soll, markierte den Beginn der Reformation. Martin Luther wendete sich darin insbesondere gegen den Ablasshandel in der katholischen Kirche.

Zur Beginn der Reformation war Albrecht Thumb von Neuburg Fürstpropst des Chorherrenstiftes Ellwangen. Albrecht II. lag ständig im Streit mit seinem Stiftskapitel. Deshalb musste er im Jahre 1521 resignieren. Das Wahlrecht des Stiftskapitels missachtend, verkaufte er sein Amt an den mächtigen Pfalzgrafen Heinrich. Die Fürstpropstei war für Heinrich von der Pfalz nur eine Nebenpfründe. Er war fast nie in Ellwangen anwesend.

Der Stiftsprediger Dr. Kreß und der Stadtpfarrer Georg Mumpach waren beide Anhänger der Lehre Martin Luthers. Dr. Kreß war der gelehrte Kopf der Ellwanger Reformationsbewegung. Er war in seinem Verhalten und in seinen Predigten gemäßigter als der Stadtpfarrer Mumpach. Auch einige Chorherren und Chorvikare sowie einige Bürger der Stadt sympathisierten mit der Reformationsbewegung.

In dieser Zeit fanden in ganz Schwaben Bauernaufstände statt.

In der Fürstpropstei Ellwangen  verbanden sich einige, mit dem Fürstpropst unzufriedene Stiftsherren mit den rebellierenden Bauern. Den Bauern der Fürstpropstei kam es vor allem auf niedrigere Abgaben an und das die Bauernhöfe nicht mehr als Fallgüter nach dem Tode des Bauern an den Fürstpropst zurückfielen, der damit jemand anderen belehnen konnte. Es sollten erbliche Lehen werden, die nach dem Tode des Bauern an seine Hinterbliebenen weitergegeben werden können.

Die Bauern drangen im April 1525 in die Stadt Ellwangen ein. Vor allem die Häuser der adeligen Stiftsherren wurden geplündert. Die meisten Chorherren des Stiftskapitels flüchteten aus der Fürstpropstei.

Der Schwäbische Bund schickte Hauptmann Reinhard von Neuneck mit einem kleinen Heer nach Ellwangen. Der Bauernaufstand in Ellwangen war beendet. Die Bürger der Stadt mussten dem Fürstpropst den Treueid leisten. Die Anführer des Ellwanger Bauernhaufens wurden enthauptet. Die Überlebenden wurden für den von ihnen angerichteten Schaden haftbar gemacht.

Der Stiftsprediger Dr. Kreß und der Stadtpfarrer Georg Mumpach wurden im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes der Irrlehre überführt und in Dillingen an der Donau enthauptet.

Die mit der neuen Lehre sympathisierenden Chorherren mussten auf ihre Kanonikat verzichten und die Fürstpropstei Ellwangen für immer verlassen.

Das geistliche Fürstentum Ellwangen wurde zu einer katholischen Enklave in einer weitgehenden evangelischen Umgebung. Dafür das es sich in dieser Zeit halten konnte war wohl vor allem auch der Rückhalt des Kaisers, Karl V., maßgebend. Später unterstützte der Kaiser die Idee einer Eingliederung der kleinen Fürstpropstei Ellwangen in den Machtbereich des katholischen Deutschen Ordens. Dieser Gedanke wurde jedoch von den Stiftsherren abgelehnt.

Das Stiftskapitel wählte deshalb, nach dem Tode Heinrichs von der Pfalz im Jahre 1552 den mächtigen Kardinal Otto von Waldburg zum Fürstpropst. Der Kardinal war ein Anhänger der katholischen Politik des Kaisers. Er war in der Lage die Fürstpropstei, als eine für ihn einträglich Nebenpfründe, gegen die Machtgelüste des Deutschen Ordens zu verteidigen.

Fürstpropst Kardinal Otto von Waldburg war wegen seiner bedeutenden anderen Ämter selten in Ellwangen anwesend.

In der nun folgenden Zeit der Gegenreformation war Kardinal Otto Truchsess von Waldburg ein Vorkämpfer für die politische Stabilisierung des Stiftes als selbständiges katholisch-geistliches Fürstentum innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.

Im Augsburger Religionsfriede wurde 1555 festgelegt, das die Bewohner eines Fürstentums die gleiche Religion haben mussten wie der Fürst des Landes. Das bedeutete das alle in der Fürstpropstei Ellwangen lebenden Menschen katholisch bleiben mussten. Die Einwohner der Stadt Ellwangen die einer anderen Religion angehören wollten, konnten dies nur durch Wohnortwechsel erreichen. Leibeigene Bauern konnten ihren Wohnort nicht selbst bestimmen. Sie hatten keine Möglichkeit ihre Religion selbst zu wählen.

Neben der Ausweisung der Protestanten drang Fürstpropst Otto von Waldburg auch auf eine Reform des Klerus im ganzen Stiftsgebiet. Von Rom aus kümmerte er sich persönlich um die Neubesetzung der Geistlichen Ämter.

Der Jesuit Petrus Canisius war im Jahre 1550 vom Ordensgründer Ignatius von Loyola ins Heilige Römische Reich Deutscher Nation geschickt worden, um dort die Arbeit des Ordens aufzubauen. Im Frühjahr des Jahres 1568 kam der Fürstpropst nach Ellwangen und brachte Petrus Canisius mit. Petrus Canisius predigte in der Stiftskirche. Er hörte die österliche Beichte, besuchte die Kranken in den Häusern und bereitete die Firmung vor.

Nach dem Tode des Kardinals im Jahre 1573 war die Fürstpropstei als katholisch-geistliches Fürstentum fest im Heiligen Römischen Reich integriert. Deshalb konnten die Stiftsherren jetzt die Pröpste aus den eigenen Reihen wählen. Der Fürstpropst hatte Residenzpflicht in Ellwangen. Bei einer Wahl zum Bischof musste er sein  Amt als Fürstpropst niederlegen. Erst 100 Jahre später wurde der Einfluss des hohen Adels auf die Fürstpropstei wieder so groß, dass er die Propstwürde als Nebenpfründe erlangen konnte.

In den letzten 20 Jahren des 16. Jahrhunderts verbot Fürstpropst Wolfgang von Hausen verschiedene Vergnügungen, die seiner Ansicht nach die Gelegenheit zu sündigen boten. Er hoffte damit Gottes Zorn zu besänftigen, damit Seuchen, Hunger, Unwetter und Krieg ein Ende hätten.

Tanzen und Singen wurde ausdrücklich untersagt – auch zur Fastnachtszeit oder bei Hochzeiten.

In Ellwangen fanden im Jahre 1588, also zur Zeit des Fürstpropstes Wolfgang von Hausen, ca. 20 Hexenprozesse statt. Die Verfahren in der Fürstpropstei wurden vom Biberacher Henker Hans Vollmair durchgeführt, der auch an anderen Hexenprozessen im ostschwäbischen Raum beteiligt war. Durch massiven Foltereinsatz wurden die Verteidigungsmöglichkeiten der Angeklagten in Ellwangen radikal beschnitten. Dies führte bei allen Angeklagten entweder zum Tod in der Haft oder zum Geständnis der Hexereivorwürfe.

Fürstpropst Wolfgang von Hausen wurde im Jahre 1601 zum Bischof von Regensburg gewählt.

Eine Konfrontation zwischen dem Protestantischen und dem Katholischen Lager zeichnete sich bereits zu dieser Zeit ab. Zwischen 1603 und 1608 ließ Fürstprost Johann Christoph I. von Westerstetten die mittelalterliche Burg in Ellwangen zu einer zeitgemäßen Verteidigungsanlage umbauen.  Als vierflügeliges Renaissanceschloss mit achteckigen Eckturmaufsätzen diente es zur standesgemäßen Repräsentation der Ellwanger Fürstpröpste.

Die Menschen dieser Zeit, auch die akademisch gebildeten, glaubten fest an die Existenz von Hexerei. Zwischen den Jahren 1611 und 1618 fand in Ellwangen die zweite Hexenverfolgungswelle statt.

Im Jahre 1611 begann Fürstpropst Johann Christoph I. von Westerstetten mit der Verfolgung von Menschen die der Hexerei verdächtig waren. Er war für den Tod von 300 Menschen verantwortlich, die zwischen 1611 und seinem Verzicht auf die Fürstpropstei im Jahre 1613 den Hexentod starben. Um einen reibungslosen Ablauf der Verfolgung zu garantieren ernannte der Fürstpropst einen Hexenrat. Dieses Amt vergab er an seinen Kanzler, Dr. Carl Kibler. Dr. Carl Kibler war Jurist und kannte sich mit den damals geltenden Bestimmungen recht gut aus.

Der Fürstpropst Johann Christoph I. sowie sein Hexenrat erkannten schon bald, das eine „Wahrheitsfindung“ aufgrund dem Indiz der Besagung nicht möglich war. Es konnte also nicht mit Sicherheit festgestellt werden, wer eine Hexe/Hexer ist und wer nicht. Dennoch wurde die Anklage der Hexerei weiterhin vor der Bevölkerung als Rechtfertigung für Todesurteile genutzt. Eine durch die Folter erzwungene Denunziation reichte zur Verfolgung wegen Hexerei aus.

Zu Anfang des Jahres 1613 wurde Johann Christoph von Westerstetten vom Domkapitel zum Bischof von Eichstätt gewählt. Auch in Eichstätt war er für den Tod vieler unschuldiger Menschen wegen Hexerei verantwortlich.

Bis zum Jahre 1618 fanden auch unter seinem Nachfolger Johann Christoph II. von Freyberg/Eisenberg noch 150 Hinrichtungen statt.

Um 1625 trat die Pest in Ellwangen auf und forderte viele Tote.

Im Jahre 1630 landeten die Schweden unter König Gustav II. Adolf auf der Ostseeinsel Usedom um in den Dreißigjährigen Krieg einzugreifen. Die Schlacht bei Breitenfeld öffnete den Schweden  den Weg nach Süddeutschland.

Fürstpropst Johann Jacob Blarer von Wartensee begab sich daraufhin mit seinen Chorherren und einigen weltlichen Räten ins Exil. Die meiste Zeit hielt er sich in Salzburg auf.

Von Dinkelsbühl kommend rückte der Obrist Claus Dietrich von Sperreuter gegen die Stadt Ellwangen vor. Ihm unterstellt waren Söldner des Grafen Kraft von Hohenlohe. Die Stadt wurde vom Buchenberg aus mit Kanonen beschossen. Ein nachhaltiger Angriff auf das Steintor brachte den Schweden nicht den erhofften Durchbruch.

Abends vereinbarte man einen Waffenstillstand. Oberst Claus Dietrich von Sperreuter forderte die Bürgerschaft nochmals zur kampflosen Übergabe der Stadt auf. Um eine Plünderung und ein Abbrennen der Stadt zu verhindern ergab man sich der schwedischen Übermacht.

König Gustav II. Adolf von Schweden schenkte die Fürstpropstei seinem Verbündeten, Kraft von Hohenlohe.

Dieser wollte in der Fürstpropstei die Reformation einführen. Die Geistlichen mussten die Stadt verlassen. Stattdessen kam ein evangelischer Pfarrer und ein evangelischer Schulmeister.

Am 6. September 1634, nur 1 1/2  Jahre nach der Schenkung der Propstei an den Grafen von Hohenlohe, setzte die Schlacht bei Nördlingen der schwedischen Herrschaft in Süddeutschland ein Ende. In diesem Zusammenhang musste auch Kraft von Hohenlohe wieder fort.

Die beiden Jesuitenpatres Arnreitter und Heffelin errichteten im Jahre 1638, im Einvernehmen mit dem Fürstpropst ein einfaches, aus einem Tannenbaum gebildetes Holzkreuz auf dem Schönenberg. In der Mitte des Kreuzes befestigten sie eine Nachbildung des, in dieser Zeit bedeutenden Mariengnadenbildes von Notre-Dame de Foy bei Dinant in Belgien. Ein Jahr später überbauten die Ellwanger das Kreuz mit einer Kapelle nach dem Vorbild der Gnadenkapelle des italienischen Marienwallfahrtsortes Loreto.

Im Jahre 1645 kam es zur erneuten Besetzung der Stadt. Französische Söldner brachten die Pest mit. Fürstpropst Johann Jacob Blarer von Wartensee erlebte noch das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Er starb erst im Jahre 1654 mit fast 80 Jahren in Ellwangen.

Seinem Nachfolger Fürstpropst Johann Rudolf von Rechberg gelang es, den Jesuitenorden zu einer ständigen Residenz in Ellwangen zu bewegen. 

Die Herrscher in der Zeit des Absolutismus waren tatkräftig. Sie hatten neben der Fürstpropstei Ellwangen hohe Ämter in Kirche und Reich inne. Kennzeichnend für die Herrscher in der Zeit des Absolutismus war ein gesteigertes Repräsentationsbedürfnis, die Entwicklung wirtschaftlicher Kräfte und die reiche Bautätigkeit. Sie waren bestrebt, die Fäden der Regierung fest in der Hand zu halten.

Im Jahre 1680 kam der Jesuitenpater Philipp Jeningen nach Ellwangen. Er nahm Seelsorgearbeiten in der Stadt und deren Umgebung wahr. Besonders kümmerte der sich um die Wallfahrt auf den Schönenberg.

Am 14. September des Jahres 1681 war Pater Philipp Jeningen auf dem Schloss bei Fürstpropst Johann Christoph IV. Adelmann von Adelmannsfelden zu Gast. Plötzlich brach ein heftiges Gewitter aus. Die beiden Freunde sahen wie ein Haus der Stadt beim Jagsttor, vom Blitz getroffen, sofort in Flammen stand. Die Gefahr eines Stadtbrandes lag auf der Hand. Ohnmächtig sahen sie das in Flammen stehende Haus. In dieser aussichtslosen Situation erflehten die beiden Männer die Hilfe der Heiligen Mutter Gottes. Der Fürstpropst gelobte eine große Marien-
wallfahrtskirche
auf dem Schönenberg zu errichten, sollte die Stadt von dem drohenden Stadtbrand verschont bleiben. Nachdem das Haus verbrannt war erlosch das Feuer.

Daraufhin entstand zwischen den Jahren 1682 und 1695 eine barocke Marienwallfahrtskirche auf dem Schönenberg. Sie wurde hauptsächlich nach den Vorstellungen von Pater Philipp Jeningen gebaut. Die schon vorhandene Kapelle mit dem Gnadenbild der Mutter Gottes wurde in diese Kirche integriert.

Die Nachfolger Fürstpropst Johann Christoph IV. Adelmann von Adelmannsfelden waren meistens Söhne bedeutender Adelsfamilien. Neben der Fürstpropstei Ellwangen bekleideten sie noch weitere wichtige Ämter im Reich und in der Kirche.

In der Regierungszeit der Fürstpröpste Ludwig Anton von der Pfalz, Franz Ludwig von der Pfalz und Franz Georg von Schönborn  erlebte die Kunst in der Stadt ihre reichste Blüte. Nach der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg entstand im Jahr 1688 das Palais Adelmann. In den Jahren 1699 bis 1702 wurde das Spital modernisiert.

Im Jahr 1709 brannte die Schönenbergkirche teilweise ab. Das Dach brannte und der, auf dem Dach aufsitzende Dachreiter stürzte in den Innenraum. Dies öffnete dem Feuer den Weg ins Innere der Kirche. Der Wiederaufbau fand in den Jahren 1709 bis 1729 statt.

Zwischen den Jahren 1720 und 1729 entstand ein Jesuitenkolleg mit Kirche. Nach einem Brand mussten Teile des Schlosses in den Jahren 1720 bis 1727 neu aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang wurde ein repräsentatives Treppenhaus errichtet. Die Innenausstattung des Schlosses wurde erneuert. In den Jahren zwischen 1729 und 1732 wurden vor der Stadt das Kloster und die Kirche der Kapuziner gebaut.  1737 bis 1741 wurde die Barockisierung des Innenraumes der Stiftskirche dem damaligen Zeitgeschmack angepasst. Auf dem Marktplatz wurde zwischen 1748 und 1750 das neue Stiftsrathaus gebaut und 1749 bis 1753 das Spital erweitert und umgebaut. In den Jahren 1749 bis 1757 wurden die Gebäude eines Priesterseminars auf dem Schönenberg errichtet. Viele der Gebäude wurden von dem damaligen Stadtbaumeister Arnold Friedrich Prahl mitgeplant und ausgeführt.

Fürstpropst Franz-Georg von Schönborn, der noch andere bedeutendere Ämter in Kirche und Reich innehatte, kümmerte sich persönlich um die barocke Gestaltung der Residenzstadt der Ellwanger Fürstpröpste. Die Heranbildung pflichtbewusster und zuverlässiger Beamter, der energische Kampf gegen die Mitregierung des Stiftskapitels und der organisatorische Ausbau der Stiftsexemtion, der weitgehenden Unabhängigkeit vom Augsburger Diözesanbischof, stärkten die Macht des Fürstpropst Franz-Georg von Schönborn.

Mit Anton Ignatz von Fugger-Glött konnten die Stiftsherren wieder einen Kandidaten aus ihren eigenen Reihen durchsetzen. Als Paradegarde für repräsentative Auftritte gründete er die heutige Bürgergarde der Stadt Ellwangen.

Fürstpropst Clemens Wenzeslaus von Sachsen war zugleich Kurfürst und Erzbischof von Trier, Fürstbischof von Augsburg, Fürstabt von Prüm und Fürstpropst von Ellwangen. In seiner Regierungstätigkeit ließ sich er sich von den Grundsätzen der Aufklärung leiten. Clemens Wenzeslaus von Sachsen wurde beeinflusst von den pädagogischen Tendenzen seiner fortschrittsgläubigen Zeit. Er war bestrebt, durch neue Schulordnungen und Bereitstellung finanzieller Mittel das höhere Schulwesen und die Volksschule den Erfordernissen der Zeit anzupassen.

Der 1797 zum Hof-, Stadt- und Landschaftsphysikus berufene Josef Alois von Frölich organisierte das Gesundheitswesen in Ellwangen vorbildlich. Er wurde auch durch seine naturwissenschaftlichen, vor allem botanischen Forschungen in der Gelehrtenwelt berühmt.

Auch auf kirchlichem Gebiet hat der Aufklärer Clemens Wenzeslaus reformierend gewirkt. Der Kampf gegen den Aberglauben, das Verbot der Karfreitagsprozessionen mit ihren symbolischen Passionsdarstellungen und die Reduzierung der Feiertage von 38 auf 19 fanden bei den Untertanen nicht immer eine positive Resonanz.

Als Folge der Auseinandersetzungen mit Napoleon musste der Herzog von Württemberg seine Gebiete links des Rheins an Frankreich abtreten. Napoleon sicherte ihm kleinere Fürstentümer und Reichsstädte als Entschädigung zu; unter anderem auch die Fürstpropstei Ellwangen. Ab dem Jahre 1803 gehörte die Stadt Ellwangen zum Herzogtum Württemberg.

 

 

 

 

Albrecht I.

Fürstpropst Albrecht von Rechberg wurde nie zum Priester geweiht. Er lebte im Konkubinat und hatte 2 Söhne

 








 

 

 

Ablassbrief

Ablassbrief

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 








Kardinal Otto von Waldburg

Karninal Otto von Waldburg benutzte die Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens um die Ellwanger Protestanten loszuwerden


























Fürstpropst Johann Christoph I.

In der Amtszeit von Johann Christoph von Westerstetten wurden 300 Menschen wegen Hexerei umgebracht

 

 















Dreißigjähriger Krieg

Die Söldner des schwedischen Obristen Sperreuter rückten von Dinkelsbühl kommend gegen die Stadt Ellwangen vor.




















Der Gute Pater Philipp

Der Gute Pater Philipp war maß-
geblich am Aussehen der Marienwallfahrts-
kirche auf dem Schönenberg beteiligt


















Jakobus der Ältere

Lebensgroße Statue Jakobus des Älteren in der ehemaligen Stiftskirche, der heutigen Basilika.















Friedrich II. Herzog von Württemberg

Napoleon schenkte die Fürstpropstei seinem Freund, Herzog Friederich II. von Württemberg
Pest