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Hariolf - Bischof von Langres
Der Mönch Ermenrich von Ellwangen verfasste rund 50
Jahre nach dem Tode des Gründers die Lebensbeschreibung des
Hariolf. Er stützte sich dabei auf die Aussagen eines älteren
Mitbruders, der Hariolf noch persönlich kannte. Neben dieser
hagiographischen Schrift, die der Erbauung der Mönche des
Klosters diente, wurden uns nur wenige Nachrichten über Hariolfs
Leben überliefert. Historisch bezeugt ist er durch die Bischofsliste
von Langres.
Hariolf legte,
nach der Ellwanger Überlieferung zusammen mit seinem Bruder Erlolf ,
dem Bischof
von Langres, im Jahre 764 im Virngrundurwald an
der Jagst, bei der Siedlung Ellwangen eine geistliche Stiftung
an (siehe
Abschnitt 2 der Vita Hariolfi).
Ob die Brüder Hariolf und Erlolf wirklich 2 Personen
waren, oder ob es nur einen Gründer gab, ist nicht mehr genau
nachvollziehbar. Hariolf entstammte wohl einem alamannisch -bairischen Adelsgeschlecht. Der
Anlass der zur Gründung der Abtei führte ist heute nicht
mehr genau nachvollziehbar. Angeblich war es die Sehnsucht Hariolfs
nach dem Klosterleben. (siehe
Vita Hariolfi Abschnitt II). Denkbar
wäre
auch ein geplanter Bischofsitz, da das Gebiet um Ellwangen kirchlich
noch nicht erfasst war.
Hariolf übernahm das Bischofsamt in Langres von
seinem Bruder Erlolf .
Spätestens im Jahre 778 kehrte er jedoch nach Ellwangen zurück
und blieb dort bis zu seinem Tode.
Die geistliche Stiftung im Virngrundurwald wurde
spätestens unter Karl
dem Großen Reichsabtei. Nach der Vita Hariolfi wurde das
adelige Eigenkloster vorher schon seinem Vater Pippin übereignet. (Vita
Hariolfi Abschnitt 1)
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| Reliquien der Klostergründer
Hariolf und Erlolf |

Hariolf stiftete zusammen
mit seinem Bruder Erlolf, dem Bischof von Langres, das Benediktinerkloster
bei der Siedlung Ellwangen. |
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