Virngrundurwald

Anhand von Pollenanalysen die aus der Waldabteilung "Riemenluck" bei Dietrichsweiler stammten, konnte man für die Römerzeit einen Buchen -Tannenwald in der Ellwanger Gegend nachweisen. Er erstreckte sich im Frühmittelalter vom Kocherursprung in nordöstlicher Richtung bis zum Ursprung der fränkischen Rezat und wurde in einer Kaiserurkunde Ludwig des Frommen vom 8. April 814 als Virgundia-Wald bezeichnet. (RI 521) Bereits Karl der Große soll den Gründern des Klosters Ellwangen das Obere Jagsttal, das im Virngrundwald liegt, als Interessensgebiet zugewiesen haben. In der Urkunde Kaiser Heinrich II., die er im Jahr 1024 kurz vor seinem Tode ausstellte, bezeichnete der Kaiser den genauen Grenzverlauf dieses Ellwanger Forstgebietes (WUB NR 217). In den Urkunden Kaiser Friedrich I. für die Abtei Ellwangen aus den  Jahren 1152 und 1168 wird der Besitz des Ellwanger Forstgebietes bestätigt (RI 143, 1809). König Ludwig der Baier sowie König Friedrich III bestätigt der Abtei im 14. und 15. Jahrhundert den Besitz des Virngrundwaldes erneut (RI 37, 1705). Dieses Forstgebiet bildete die Grundlage für das Territorium das bis zum Jahr 1803 von den Ellwanger Äbten und späteren Fürstpröpsten beherrscht wurde.